Projekte: Medizinische Versorgung

In Lubefu gibt es ein Allgemeinkrankenhaus und eine Entbindungsklinik, die von belgischen Missionaren in den 1950er Jahren gebaut wurden und anfangs vorbildlich funktionierten.
Es gab sogar eine kleine Turbine am Fluss Wembakongo, die den Krankenhauskomplex mit Trinkwasser und Strom versorgte.
Von all dem sind leider nur noch klägliche Reste übrig. Was nicht dem Verfall durch mangelnden Unterhalt während der Mobutu-Ära anheim fiel, wurde von Milizen und Soldaten in den Kriegen zwischen 1996 und 2003 ruiniert.

2010 haben wir es geschafft, ein kleineres ungenutztes Krankenhausgebäude renovieren zu lassen, das bis auf weiteres provisorisch als Entbindungsklinik dient.

Die ursprüngliche Entbindungsstation ist so herunter gekommen, dass Regenwasser eindringt und die Wände einsturzgefährdet sind. Für die Wiederinstandsetzung sind erhebliche Mittel nötig, die unsere Möglichkeiten momentan übersteigen.

Durch unsere Vermittlung erhielt das Krankenhaus 2008 und 2010 jeweils eine größere Medikamentenlieferung aus Mitteln einer Hamburger Stiftung.

Trotz der katastrophalen Zustände konnten wir mit unserem Kooperationspartner „Le Maillon Humanitaire“ ein Ärzteteam aus Belgien gewinnen, das im Februar 2010 in dem bescheidenen Operationssaal in Zusammenarbeit mit dem lokalen Personal knapp 40 Operationen durchführte und nicht nur Wissen und Erfahrung hinterließ sondern auch seine Ausrüstung (OP-Bestecke, steriles Material etc.).

Im April 2012 reiste ein nunmehr 10-köpfiges Team mit einer Tonne Material nach Lubefu, um den OP zu renovieren und mit Strom zu versorgen. Innerhalb von drei Wochen wurden 83 Operationen durchgeführt, wobei gleichzeitig das einheimische Personal geschult wurde. Eine Regenwasserzisterne wurde installiert und Stromleitungen verlegt.

Und Maillon Humanitaire plant schon die nächste Mission: Es soll unter anderem eine dringend benötigte Augenklinik aufgebaut werden.